Brandenburgische Technische Universität Cottbus: BTU Innovative Kraftwerkstechnologien Unternehmen Region: InnoProfile - Die Initiativen
 

Eigenbedarfseinsparung CO2-armer Kraftwerke

Zeitlicher Verlauf eines begrenzten und unbegrenzten Kurzschlussstromes
Lupe Zeitlicher Verlauf eines begrenzten und unbegrenzten Kurzschlussstromes

CO2-arme Kraftwerksblöcke werden auf Grund der Einbindung zusätzlicher Komponenten (z.B. Kohletrocknung, CO2-Abscheidung) einen erhöhten Eigenbedarf gegenüber konventionellen Kraftwerksblöcken aufweisen. Dies erfordert den Einsatz von Eigenbedarfstransformatoren mit höheren Bemessungsleistungen, wodurch die auftretenden Beanspruchungen im Kurzschlussfall die Kurzschlussfestigkeit der heutigen konventionellen Schaltanlagen übertreffen. Dieser Sachverhalt verlangt nach Überlegungen zur Kurzschlussstrombegrenzung.

Kurzschlussstrombegrenzer auf Basis der Hochtemperatur-Supraleitertechnik sind dafür ideale Betriebsmittel, da sie die Forderungen nach einer sehr geringen Impedanz im Normalbetrieb und einer hohen Impedanz im Fehlerfall erfüllen. Durch langfristige konzeptionelle Untersuchungen am Lehrstuhl Energieverteilung und Hochspannungstechnik wurde deutlich, dass neben den Vorteilen der Beanspruchungsverringerung durch den Strombegrenzereinsatz Auswirkungen auf das Versorgungskonzept, das Betriebsregime und die Schutzkonzeption der Eigenbedarfsanlagen entstehen. Diese Auswirkungen genauer zu untersuchen und daraus Anpassungen in den Strukturen des Eigenbedarfsnetzes und der Betriebsregime abzuleiten, stellen die Untersuchungsschwerpunkte in diesem Arbeitspaket dar. Dazu werden folgende Arbeitsschwerpunkte bearbeitet: 

  • Modellierung des Kurzschlussstrombegrenzers und Modellrechnungen
  • Entwicklung neuer Schutzkonzepte
  • Entwicklung neuer Eigenbedarfskonzepte.


Verantwortlicher:

Herr Dipl.-Ing. Martin Ruge
Wissenschaftlicher Mitarbeiter
BTU Cottbus, Lehrstuhl Energieverteilung und Hochspannungstechnik
Telefon: (03 55) 69 43 64
martin.ruge(at)tu-cottbus.de